Girlfight / Auf eigene Faust

Titel: Girlfight (2000)
Boxer: Diana Guzman (fiktiv)
Darsteller: Michelle Rodríguez, Jaime Tirelli, Paul Calderon
Regie: Karyn Kusama
Preise: Sundance Film Festival-Award für die Beste Regie und den Grand Jury Prize
 Trailer

     

Entstehung: Regisseurin und Drehbuchautorin Karyn Kusama wurde in Brooklyn geboren und wuchs in St. Louis auf. Nach dem Besuch der Filmschule nahm sie Boxunterricht und kam auf die Idee für den Film.

Hanldung: Die frustrierte Schülerin Diana neigt zu Gewaltausbrüchen und gelangt dank des Eintritts in einen Boxclub zu Selbstbewusstsein und Stärke. Training und Disziplin geben ihr halt und obendrein verliebt sie sich.

Fazit: Kein typischer Hollywood-Film und deshalb eine kleine Perle unter den Boxfilmen. Die Welt schrieb 2001: „Ihre Energie und Stärke heben Karyn Kusamas Debüt weit über eine Milieustudie und ein Aufsteigerdrama hinaus.“

Wie bereits schon Sylvester Stallone mit „Rocky“ begeisterte die Boxfilm-Liebhaber. Michelle Rodriguez verleiht den Film die gewisse Würze , sie „schlägt“ sich in jedes Boxer-Herz, und geht dabei gern k.o.. Der Film hat einen gewissen Anspruch gepart mit Spannung, Action, Humor und einem Spritzer Erotik.
Der Blick von Michelle Rodriguez, drohend, voller Groll starren die Augen unter den Brauen hervor. Gleich in der Eröffnungssequenz wird Diana durch diesen Blick charakterisiert, ohne ein Wort zu sagen. Wenn sie am Ende des Films wieder in die Kamera schaut, haben ihre Augen einen anderen Ausdruck angenommen. Diana ist reifer, besonnener geworden. Zwischen diesen Augenblicken sehen wir Szenen einer Emanzipation. Eine frustrierte Schülerin aus der Unterschicht erwacht in einem Boxclub aus ihrem dumpfen Dasein. Beim Training lässt sie Dampf ab und übt Disziplin. Die Erfolge stärken ihr Selbstwertgefühl, obendrein verliebt sie sich…

Autorenfilmerin Karyn Kusama inszeniert „Girlfight – Auf eigene Faust“ nicht in der märchenhaft-verklärenden Manier Hollywoods, sie setzt auf ungeschminkten Naturalismus: der Boxclub – ein düsteres Gewölbe, in dem es nach Schweiß und Tränen stinkt. Statt Diana zum weiblichen Rocky hochzustilisieren, zeigt sie die Heldin nach ihrem Sieg als heulendes Häufchen Elend. Diana greift nicht nach Weltmeister-Lorbeeren, sie versucht lediglich, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Kusama betont dabei die erzieherischen Aspekte des Sports und zeigt das Boxen vor allem als Kampf gegen den inneren Schweinehund. Optimal ist die Besetzung der 22-jährigen Michelle Rodriguez als Diana. Die Laiendarstellerin vermittelt Dianas Gefühlskonflikte zwischen Aggression und Sensibilität so überzeugend, dass sie in Amerika schon mit Marlon Brando („Die Faust im Nacken“) verglichen wurde.

Quelle / sportal.de + cinema.de + spielfilm.de
Boxclub Rosenheim / Bayer / News

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