Zeuge: „bestes Training!“

Sauerland-Brähmer, Zeuge, Mittermeier

Die Erfüllung des WM-Traums ist für Tyron Zeuge zum Greifen nah. Am 16. Juli kann der Berliner daheim gegen WBA-Champion Giovanni De Carolis jüngster deutscher Box-Weltmeister aller Zeiten werden. Was der 24-Jährige von Mentor Jürgen Brähmer alles lernen konnte, welchen Vorteil das Heimspiel für ihn hat und wieso Nervosität in seinem Vokabular nicht vorkommt, erzählt Zeuge hier im Interview.

Tyron Zeuge, was ist Ihr Favorit: Burger oder Pizza? Tyron Zeuge: „Den gibt es nicht. Am liebsten esse ich beides zusammen. Boxen ist zwar mein Traumberuf, doch Essen meine Leidenschaft!“

Und, wann konnten Sie das letzte Mal Ihren Fast Food-Gelüsten nachgehen? Tyron Zeuge: „Zur Belohnung nach meinem letzten Kampf im April. Seitdem läuft alles strikt nach Plan. Ich habe meine Ernährung komplett umgestellt. Jetzt bin ich bereits seit Anfang Juli im Gewichtslimit. Früher hatte ich damit so meine Probleme.“

Der Neuanfang bei Jürgen Brähmer hat Ihnen scheinbar gut getan … Tyron Zeuge: „Auch ich bin reifer geworden. Jürgen war für mich ein Augenöffner. Durch die Arbeit mit ihm habe ich eingesehen, dass man an alles diszipliniert herangehen muss, wenn man zur Weltspitze gehören will.“

Was können Sie außer Disziplin noch von Brähmer lernen? Tyron Zeuge: „Autofahren und Einparken – da hat er mir mehr voraus, als beim Boxen (lacht). Im Ring zeigt er eine extreme Abgeklärtheit. Er hat immer die richtige Lösung parat und schlägt zudem mit einer ungeheuren Genauigkeit zu.“

In Schwerin kümmert sich neben Brähmer ein großes Team um Sie. Welchen Einfluss hat das auf Ihre Leistung? Tyron Zeuge: „Die Bedingungen dort sind geradezu perfekt. Für alles gibt es einen Spezialisten, der sich um einen kümmert. Jürgen nennt das ‚Ganzheitliches Prinzip‘. Ich kann nur sagen, dass ich bisher nirgendwo besser in meinem Leben trainiert habe. Der 16. Juli wird zeigen, wie viel stärker mich das gemacht hat.

Mit Conny Mittermeier wurde zuletzt ein erfahrener Boxlehrer mit ins Boot geholt. Sind zwei Trainer besser als einer? Tyron Zeuge: „In diesem speziellen Fall sage ich: ja! Jürgen und Conny kennen sich ja bereits sehr lange. Alles harmoniert großartig. Conny ist übrigens ein wahrer Könner in Sachen Pratzenarbeit, der mir viel Neues beigebracht hat.“

Welche Rolle spielt Spaß für Sie, insbesondere im Training? Tyron Zeuge: „Eine sehr wichtige – ohne Spaß habe ich keine Motivation, mich zu schinden. Und ohne gutes Training kann man natürlich keine ansprechende Leistung im Kampf zeigen. Zum Glück gestalten Jürgen und Conny die Einheiten in der Vorbereitung sehr abwechslungsreich – da quält man sich gerne.“

Sie könnten am 16. Juli jüngster deutscher Box-Weltmeister werden. Kommt da nicht ein wenig Nervosität auf? Tyron Zeuge: „Nicht bei mir. Meine große Stärke liegt glaube ich darin, mir über solche Sachen keinen Kopf zu machen. Ich kann das Drumherum gut ausblenden und mich voll auf meine Aufgabe im Ring konzentrieren und die heißt Reingehen und siegen!“

Hat es für Sie trotzdem eine Bedeutung, dass Sie in Ihrer Heimatstadt Berlin den WM-Titel erringen können? Tyron Zeuge: „Es ist immer schön, daheim zu boxen. Das hat nämlich gleich zwei Vorteile: Meine Freunde und Familie können live vor Ort mitfiebern und der Anreiseweg ist extrem kurz. Mal schauen, vielleicht fahre ich ja mit dem Fahrrad zum WM-Kampf in die Max-Schmeling-Halle.“

Sieg oder Niederlage: gibt es etwas Bestimmtes, auf das Sie sich am Tag nach dem Kampf besonders freuen? Tyron Zeuge: „Lange ausschlafen, im Bett fernsehen und viele Leckereien essen. Und natürlich ein kühles Bier trinken – hoffentlich auf die gewonnene Weltmeisterschaft!“

Tickets (bereits ab 20 Euro) für die Kampf-Nacht in der Berliner Max-Schmeling-Halle sind im Internet bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.

Quelle BOXEN.de Boxen.de-Redaktion 15. Juli 2016
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Brähmer vor Zeuge-WM

Sauerland- Jürgen BrähmerBrämer vor Zeuge-WM: „Ich kann so die Last in Zukunft nicht mehr tragen!“

Am 16. Juli kann Jürgen Brähmer etwas einmaliges vollbringen: der Schweriner will als erster aktiver Weltmeister einen anderen Boxer zum WM-Titel führen. Zudem könnte Super-Mittelgewichtler Tyron Zeuge der jüngste deutsche Box-Weltmeister aller Zeiten werden. Für dieses Vorhaben hat Multitalent Brähmer keinen Stein auf dem anderen gelassen. In welchen Bereichen sich sein Schützling weiterentwickelt hat und wie er Zeuges Gegner Giovanni De Carolis einschätzt, erzählt Brähmer hier im Interview.

Jürgen Brähmer, was ist leichter – jemanden zu trainieren oder selbst im Ring zustehen? Jürgen Brähmer: „Das kann man nicht miteinander vergleichen. Als Aktiver hat man die Entscheidung in den eigenen Fäusten. Der Trainer sorgt im Gegensatz dazu für eine optimale Vorbereitung seines Schützlings, kann aber nur Hinweise während des Kampfes geben. Beide Aufgaben haben auf jeden Fall ihren Reiz.“

Für das Training von Tyron Zeuge haben Sie sich mit Conny Mittermeier zuletzt Verstärkung ins Team geholt. Wie teilen Sie sich die Arbeit auf? Jürgen Brähmer: „Conny ist einer der besten Trainer, die ich kenne. Als ich dann seine erste Einheit mit Tyron an den Pratzen gesehen habe, war klar, dass er eine unglaubliche Verstärkung an unserer Seite ist. Wir legen gemeinsam den Trainingsablauf fest, diskutieren nach jeder Einheit, was man noch besser machen kann. Mit uns beiden hat Tyron die perfekte Mischung an seiner Seite.“

Neben Mittermeier haben Sie für die Vorbereitung von Zeuge jede Menge Experten um sich gescharrt. Fühlen Sie sich, wie einst Franz Beckenbauer, mehr als Team-Manager, denn als Trainer? Jürgen Brähmer: „Ich bezeichne mich gern als ‚Mutter der Kompanie‘. Von früh morgens um 7.00 Uhr bis 22.00 Uhr abends arbeite ich am Projekt ‚Weltmeister Zeuge‘. Ich organisiere ja nicht nur das Training, sondern nehme ja selbst aktiv daran teil. Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, dass Tyron am 16. Juli siegt. Ich sage aber auch, dass ich diese Last so in Zukunft nicht mehr tragen kann. Doch darüber machen wir uns nach dem Kampf Gedanken.“

Tyron Zeuge kann jüngster deutscher Profi-Weltmeister werden. Merken Sie ihm oder dem Team einen besonderen Druck an? Verspüren Sie gar selbst Druck? Jürgen Brähmer: „Überhaupt nicht! Als Athlet stehst du immer unter dem Druck des Gewinnens. Das ist also nichts Neues – weder für ihn noch für mich! Ich denke, dass wir dafür alles getan haben. In allen Bereichen wurden neue Reize gesetzt. Wir haben so abwechslungsreich trainiert, wie ich es selbst noch nicht erleben konnte. Und das Wichtigste, Spaß bei der Arbeit zu haben, ist dabei nicht auf der Strecke geblieben.“

In welchen Punkten hat sich Zeuge zuletzt denn speziell weiterentwickelt? Jürgen Brähmer: „Besonders in Sachen Beweglichkeit und Schlagauswahl hat der Junge gewaltig zugelegt. Ob er dazu die nötige Kaltschnäuzigkeit hat, unsere Strategie umzusetzen, wird erst der Kampf gegen De Carolis zeigen.“

Wie stark sehen Sie denn den WBA-Weltmeister im Super-Mittelgewicht? Jürgen Brähmer: „Das ist ein starker und erfahrener Mann, der mit allen Wassern gewaschen ist. Ihm den Schneid im Duell ‚Mann gegen Mann‘ abzukaufen, wird für Tyron der Schlüssel zum Sieg sein. Gegen Feigenbutz hat man ja sehen können, was für ein Fuchs dieser De Carolis ist.“

Um das zu üben, standen Sie kürzlich auch mal mit Zeuge im Ring, da ein Trainingspartner ausfiel. Wer war da eigentlich der Stärkere? Jürgen Brähmer: „Im Sparring geht es nicht darum, wer besser oder schlechter ist. Da passt zum Beispiel der Vergleich mit einem Testspiel im Fußball gut – Abläufe werden einstudiert, Fehler aufgedeckt und abgestellt. Deutschland besiegte Italien Anfang des Jahres problemlos 4:1, doch bei der EM kam man nur nach Elfmeterschießen weiter. Im Endeffekt zählt eben die Leistung im Wettkampf!“

Das ist die perfekte Überleitung zur finalen Frage: bleibt der Italiener De Carolis am 16. Juli ein deutscher Angstgegner oder nicht? Jürgen Brähmer: „Für mich waren italienische Boxer nie Angstgegner – ich habe sie alle klar geschlagen. Ich hoffe, dass sich Tyron an mir ein Beispiel nimmt und sich dann den WM-Titel holt. So ein Zitterspiel, wie zuletzt beim Fußball, muss es aber nicht sein.“

Tickets (bereits ab 20 Euro) für die Kampf-Nacht in der Berliner Max-Schmeling-Halle sind im Internet bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.

Quelle BOXEN.de Boxen.de-Redaktion 15 Juli 2016
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Ramona Kühne vs Ikram Kerwat

wba-logo

Einer der 3 Hauptkämpfe der Sauerland-Veranstaltung am 16. Juli in Berlin ist der Kampf zwischen der 36-jährigenRamona Kühne (24(9)-1(1)-0) und der 32-jährigen Ikram Kerwat (6(5)-0-0). Anders als bei BoxRec angekündigt, geht es dabei nicht um die Gürtel von Ramona Kühne. Gekämpft wird im Leichtgewicht und die Siegerin wird sich den vakanten WBA-International um die Hüften schnallen dürfen.

Man kann bei diesem Event zumindest bei den Hauptkämpfen endlich wieder einmal gespannter Vorfreude sein. Der Kampf zwischen de Carolis und Zeuge wird zur Offenbarung, der zwischen Abraham und Lihaug erst recht. Gelingen den Sauerland-Boxern keine Siege, wird es peinlich. Zeuge bekommt die Gelegenheit endlich gegen einen unbestritten guten Gegner zu zeigen aus welchem Holz er ist und Abraham ist zum siegen verdammt, wenn er sich nicht schon wieder bis auf die Knochen blamieren will.

Ganz besonders auf den Frauenkampf kann man gespannt sein. Hier trifft die erfahrene Profiboxerin Kühne auf eine vielversprechende Newcomerin Kerwat, die ihre bisherigen Kämpfe fast alle kurzrundig gewinnen konnte und u.a. mit Uli Wegner und Sven Ottke einen prominenten Trainerstab hat. So ganz nebenbei erfährt man aus der Presse, dass Kühne den Kampf nicht unter SES-Flagge, sondern in Eigenregie führen wird. Ob das Vertragsverhältnis zwischen Ramona Kühne und SES zu Ende gegangen ist, war nicht zu erfahren.

Geht es nur nach der Erfahrung, sollte Ramona Kühne die Favoritenrolle haben. Doch wird sie der wirklich gerecht? Sie verfügt über eine weitaus längere Ringpraxis als Kerwat, doch auch in letzter Zeit wurde ihre überschaubare Gegnerschaft nicht besser. Es gab in letzter Zeit Kampfabsagen aus gesundheitlichen (Lucia Morelli) und vertraglichen Gründen (Cecilia Braekhus). Die Kämpfe, die dann zustande kamen, waren durchweg nicht das, was einen Boxfan vom Hocker reisst. Seit ihrer einzigen Niederlage gegen Ina Menzer in Jahr 2010 sind fast 6 Jahre vergangen. In dieser Zeit stand Ramona Kühne 9x gegen handverlesene Gegnerschaft im Ring. Das reicht gerade aus für #10 in der BoxRec-Liste und um nicht vergessen zu werden.

Ikram Kerwat stand bisher nur einmal 4 Runden lang im Ring. Alle anderen Kämpfe beendete sie in den ersten beiden Runden. In ihrem letzten Kampf sicherte sie sich den WBC-International-Titel durch einen TKO1 Sieg. So wird vielleicht auch diesmal ihre Strategie aussehen. Man wird gewiss davon ausgehen können, dass Kerwat mit Power starten und ein frühes Ende suchen wird. Klappt das nicht, kann man gespannt sein, wer wem „seinen“ Kampf aufdiktiert. Wie lange kann Ikram Kerwat Druck aufbauen und halten? Was wird die erfahrenere Ramona Kühne entgegen setzen? Es erwartet die Boxfans ein Frauengefecht mit “open End”, auf das man sich freuen kann.

Quelle BOXEN.de 14. Juli von reineckefuchs
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Gelingt Härtel ein KO?

Sauerland-Stefan Härtel

Nächster Ringauftritt von Stefan Härtel (10-0). Der Berliner Super-Mittelgewichtler hat am Samstag (live ab 22:50 Uhr in SAT.1) gegen den Argentinier Mateo Damian Veron (24-17-3, 7 K.o.´s) in der Max-Schmeling-Halle ein Heimspiel. Laut seinem Coach Karsten Röwer nicht der schwerste Gegner, „aber einer, gegen den Stefan überzeugen muss, wenn er in die Weltranglisten der wichtigen Verbände vordringen will!“ Bisher gelang Härtel noch kein vorzeitiger Erfolg als Profi. Man darf gespannt sein, ob ihm diesmal ein Knockout gelingt.
Ungeschlagen bleiben will auf jeden Fall Alexander Peil (4-0, 1 K.o.)! Der, wie Stefan Härtel, von Karsten Röwer trainierte Cruisergewichtler bekommt es in seinem dritten Profikampf mit dem erfahrenen Ukrainer Igor Pylypenko (34 Kämpfe!) zu tun.

Außerdem haben sich gleich drei talentierte Boxer aus England angekündigt. Anthony Ogogo bestreitet in der deutschen Hauptstadt seinen elften Fight. Bisher gewann der Mittelgewichtler jeden seiner Kämpfe, siegte schon sechsmal vorzeitig. Dazu gesellt sich Charlie Edwards. In der leichtesten Gewichtsklasse an diesem Kampfabend – im Fliegengewicht – will der Mann aus Epsom seine weiße Weste bewahren und seinen achten Sieg einfahren. Last, but not least, steigt mit Freddy Kiwitt (9-0, 4 K.o.´s) ein weiterer Boxer aus dem Vereinten Königreich in den Ring. Auf Team Sauerland-Veranstaltungen ist er kein Unbekannter. Dort siegte er zuletzt zweimal in Folge vorzeitig – kommt heute der nächste K.o.-Erfolg hinzu? Die Gegner des englischen Trios werden unter der Kampfwoche bekanntgegeben.

Im Hauptkampf des Abends hat Tyron Zeuge gegen WBA-Champion Giovanni De Carolis die Chance jüngster deutscher Box-Weltmeister aller Zeiten zu werden. Zudem boxt Arthur Abraham gegen den Norweger Lihaug.

Tickets (bereits ab 20 Euro) für die Kampf-Nacht am 16. Juli in der Berliner Max-Schmeling-Halle sind im Internet bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.

Quelle BOXEN.de Foto und Quelle: Team Sauerland
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Pulev und Chisora

Anna Mieskes Petrenko-Kubrat Pulev

In den Boxring steigen sie erst am Samstag (ab 22.50 Uhr live in SAT.1), doch schon vorher könnte es zwischen Kubrat Pulev und Dereck Chisora ordentlich krachen. Alarm vor der Pressekonferenz am Dienstag! Auf der wollen die „Cobra“ und der englische Box-Rüpel im feinen Hamburger „Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten“ nämlich nicht nur Nettigkeiten austauschen. Chisora warnt: „Hamburg soll sich auf etwas gefasst machen. Ich habe mir schon etwas für Pulev ausgedacht!“

Vor Europameisterschaft im Schwergewicht flogen verbal bereits die Fetzen. Chisora beleidigte Pulev in einem Interview („Er kann nichts, hat nur Flaschen geboxt, etc…“), Pulev feuerte per Videobotschaft zurück. Selbst die Trainer ließen sich zu einigen deftigen Aussagen hinreißen. Chisora-Coach Hussein: „Pulev kann nur drei Schläge, mehr nicht!“ Das Ballyhoo vor dem Kampf nimmt ernste Züge an. Und auch Ulli Wegner, Pulevs Trainer, platzte der Kragen. Der Kultcoach ahnt: „Chisora will wieder seine Mätzchen machen – psychologische Kriegsführung nennt man das wohl. Aber nicht mit uns!“ Wegner weiß genau, was ihn und seinen Schützling erwartet. Sein Ex-Boxer, Robert Helenius, bekam das 2011 bei einem Kampf gegen Chisora in Helsinki zu spüren. Da ohrfeigte der Engländer den Finnen beim Wiegen. Fast wäre es zu einer Schlägerei gekommen. Wegner: „Wenn Chisora so morgen bei der Pressekonferenz anfängt, kann er sich auf was gefasst machen. Dann gibt es ein Ding auf die Leber!“ Von Pulev – versteht sich… Fernab der Pöbel-Attacken ist der Schwergewichts-Kampf ein Box-Leckerbissen. Kalle Sauerland: „Im Schwergewicht gibt es momentan kaum eine bessere Ansetzung. Das wird richtig spannend!“ Auch die Belohnung, denn neben dem EM-Titel winkt dem Sieger auch eine erneute WM-Chance. „Die wollen sich beide nicht entgehen lassen. Auch deswegen könnte es schon vorher sehr hitzig werden“, glaubt Sauerland. Pulev ergänzt: „Ich bin ein vernünftiger Typ, aber wir Boxer sind auch wenig verrückt. Ich habe vier Monate hart trainiert, mich sehr auf diesen Kampf fokussiert. Wenn man da provoziert wird, kann schon mal was passieren.“

Was, das wird man morgen erfahren. Sicher ist: Nicht nur Chisora hat sich eine Überraschung für die Pressekonferenz ausgedacht…

Eintrittskarten für die Box-Nacht in der Barclaycard Arena sind im Internet bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.

Quelle: Sauerland Event BOXEN.de Foto: Anna Mieskes-Petrenko
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Röwer über Feigenbutz

Facebook Fanpage Feigenbutz-Röwer und Feigenbutz

Karsten Röwer kann zurecht stolz sein! In Potsdam zeigten seine Schützlinge zuletzt ansteigende Form: Enrico Kölling gewann die WBA-Intercontinental Meisterschaft, Burak Sahin und Alexander Peil fuhren klare Siege ein. Doch bereits am 7. Mai ist Röwer wieder im Einsatz. In der Hamburger Barclaycard Arena will er neben Stefan Härtel einen „Neuling“ aus seiner Trainingsgruppe zum Erfolg führen: Vincent Feigenbutz!
Seit Anfang März bereitet sich der 20-jährige Super-Mittelgewichtler im Gym in Berlin-Marzahn vor. Vor allem der Einsatzwille von Feigenbutz imponiert Röwer. „Vincent ist unglaublich fleißig. Zusammen mit Enrico ist er meist der Erste und der Letzte in der Halle“, weiß Röwer zu berichten und freut sich besonders, dass sich der Karlsruher so schnell in Berlin eingelebt hat: „Das war ja meine große Befürchtung. Doch der Junge weiß, dass er Opfer bringen muss, um sich weiter zu steigern!“ Und eine Steigerung ist laut Röwer schon zu erkennen, „obwohl man natürlich in der Kürze der Zeit keine Wunder erwarten darf. Vincent ist auf einem guten Weg und wird in Hamburg zeigen, dass man noch viel von ihm erwarten darf!“

Nicht minder hoch sind die Erwartungen von Röwer an Stefan Härtel. „Er hat sich in den letzten Kämpfen immer mehr gesteigert und, was mir sehr wichtig ist, die im Training einstudierten Aktionen umgesetzt“, so die Analyse des 53-jährigen Diplomsportlehrers, der jedoch hinzufügt, dass in Sachen Krafteinteilung und Strategie noch viel Luft nach oben ist. Röwer: „Wenn Stefan sich in diesen Punkten noch verbessert, wird er schon sehr bald seinen ersten Titelkampf bestreiten.“

Doch erst einmal steht der 7. Mai vor der Tür. Bringen Härtel und Feigenbutz dort ähnlich gute Leistungen, wie zuletzt ihre Teamkollegen, kann Trainer Röwer nach der Hamburg-Veranstaltung mit einem guten Gefühl in den Urlaub gehen.

Im Hauptkampf des Abends kommt es in der Hamburger Barclaycard Arena zur Europameisterschaft im Schwergewicht zwischen Kubrat Pulev und Dereck Chisora – ein Kampf, der gleichzeitig als Eliminator für die IBF-Weltmeisterschaft dient. Eintrittskarten für die Box-Nacht am 7. Mai sind im Internet bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.

Quelle: Sauerland Event Foto: Facebook Fanpage von Vincent Feigenbutz
Quelle BOXEN.de
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Trainingsgruß aus Rosenheim

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Badou Jack vs Lucian Bute – 30. April Washington

badou-jack-vs-lucian-bute

Am 30. April findet in Washington eine Veranstaltung von „Mayweather Promotions“ mit 2 WM-Kämpfen im Supermittelgewicht statt. Neben der IBF-Titelverteidigung von James DeGale gegen Rogelio Medina geht es im zweiten Hauptkampf zwischen dem Schweden Badou Jack und dem Rumänen Lucian Bute um den WBC-Gürtel. Nachdem sich Badou Jack den WBC Titel im Supermittel vor genau einem Jahr von Anthony Dirrell durch einen hauchdünnen Punktsieg (116:112, 115:113, 114:114) geholt hat, verteidigte er ihn bisher einmal gegen den Briten George Groves. Das Ergebnis dieses Kampfes war mit 115:112, 116:111 und 113:114 wieder sehr knapp.

Der WBC-Titelträger trainiert fast durchgängig im Mayweather-Gym. Als gebürtiger Schwede mit dunkler Hautfarbe hat sich gut in Las Vegas eingelebt, wird anerkannt und akzeptiert. Er gehört beinahe schon zum Inventar des Mayweather-Gyms. Den IBF-Herausforderer von DeGale, Rogelio Medina, konnte er bereits 2013 durch ein TKO 6 bezwingen. Im Jahr 2014 fertigte er 3 weitere Gegner ab und kämpfte dann im September 2015 in Las Vegas gegen Dirrell um den WBC-Titel.
Für den 36-jährigen Lucian Bute dürfte dieser Kampf wohl eine der letzten großen Chancen seiner Karriere sein. Dem entsprechend wird er sich auf diesen Fight vorbereitet haben. Bis zu seiner desaströsen Niederlage gegen Carl Froch im Jahr 2012 war Bute in 30 Kämpfen ungeschlagen. Er galt damals als der beste Supermittelgewichtler und führte die BoxRec-Liste in dieser Gewichtsklasse an. Man hatte ihn zum damals stattfindenden Super-Six-Turnier nicht eingeladen. Es gab die Idee, dass der Sieger des Super-Six anschließend gegen Bute kämpfen sollte. Turniersieger Andre Ward zeigte daran kein Interesse. Diese Aufgabe übernahm der gegen Ward im Finale unterlegene Froch. Froch deklassierte in diesem Kampf Bute durch TKO5, wobei Bute eine denkbar schlechte Figur abgab.
Danach bestritt Bute nur noch ausgewählte Kämpfe. Er besiegte noch 2012 Denis Grachev im heimischen Montreal und holte sich dabei einen kleinen Gürtel. Danach folgte eine längere Wettkampfpause. Im Januar 2014 unterlag er Jean Pascal deutlich nach Punkten. Ein Comeback gab es im August 2015 gegen den italienischen Europameister Andrea di Luisa, den er in Montreal eindrucksvoll mit einem TKO 4 abfertigen konnte. Im November unterlag er James DeGale in Quebec City im Kampf um den IBF-Titel. Diese Niederlage fiel mit 112:116 und 2x 111:117 deutlich aus.

Man hätte meinen können, dass damit die Karriere von Lucian Bute am Ende der Fahnenstange angekommen ist. Doch er erhält nach der Niederlage gegen DeGale gleich noch einmal die Chance, sich in einem WM-Fight zu beweisen. Das ist wohl auch der Tatsache geschuldet, dass ihn der Verband WBC als einziger noch in den Top 15 gelistet hat.
Wie dieser Kampf ausgeht scheint völlig offen zu sein. Je nachdem, wie man an diese Ansetzung herangeht, sind verschiedene Szenarien möglich. Beide Boxer sollten den Sieg in den Fäusten haben. Auch Bute, der diesmal wieder außerhalb Kanadas boxen muss. Er wird sich dessen bewusst sein, entweder seinen Job mit Bravour erledigen zu müssen oder in der Versenkung zu verschwinden. Bei Badou Jack weiss man nicht, ob er genug zählbares für den Sieg zustande bringen wird. Seine Kämpfe gegen gute Gegner endeten knapp nach Punkten. Gelingt keinem von Beiden ein entscheidender Luck Punch, ist in diesem Fight jedes Ergebnis möglich. Vielleicht sogar ein Unentschieden. Die entscheidende Frage ist, ob ein Mayweather-Boxer bei einer Mayweather-Veranstaltung im Mayweather-Land überhaupt anders als durch KO zu schlagen ist.

Quelle BOXEN.de geschrieben — 26. April 2016
Boxclub Rosenheim / BAYER / News

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Wade chancenlos! „GGG“ auf Gegnersuche

„GGG“ auf Gegnersuche! Die erwartete schnelle Niederlage von Dominic Wade (18-1,12 Ko’s) verwirklichte sich bereits in der zweiten Runde des Kampfes vergangen Samstag Abend.  Der Weltmeister der IBF,WBA,WBC und IBO im Mittelgewicht, „GGG“ Gennady Golovkin, wurde seinem Ruf erneut gerecht und machte kurzen Prozess mit dem jungen und unerfahrenen Amerikaner in Inglewood (Kalifornien). Das war ein Paradebeispiel einer Fehlansetzungen im Boxsport.

Der bis zu diesem Titelkampf unbesiegte Amerikaner und Pflichtherausforderer der IBF verdient zumindest Respekt für seine Entscheidung , sich mit dem Besten dieser Gewichtsklasse in den Ring zu stellen. Mit den Erfolgsaussichten einer Feldmaus, auf der Flucht vor 50 Schlangen in einer Box mit  Ringgröße, versuchte er mit schneller Beinarbeit seinem Gegner zu entkommen. Wie chancenlos Wade wirklich war, wird ihm wohl erst bei der späteren Betrachtung des Kampfes auffallen.
Golovkin (35-0,32 Ko’s) trieb den 26-jährigen Herausforderer regelrecht vor sich her. Er schluckte manchmal sogar Jabs und Haken von Wade, dies wirkte aber mehr wie Verhöhnung des Gegners.
Gegen Ende der ersten Runde schickte Golovkin seinen Wiedersacher mit einer harten Kombination zu Boden. Der letzte Schlag landete verdächtig nah am Hinterkopf, dies wurde aber nicht vom Ringrichter bemängelt. In der zweiten Runde suchte GGG den Knockout und fand ihn wie erwartet, sehr schnell.
Dem ersten Niederschlag durch einen brachialen linken Haken, folgte die endgültige Zerstörung per rechter Schlaghand. Wade konnte nicht mehr aufstehen und wurde ausgezählt. So ist das in diesem Business, wenn Promoter das große Geld oder Prestige wittern und junge ungeprüfte Talente gegen den Besten in den Ring schicken.

Mit diesem erneut dominanten Sieg ist und bleibt Golovkin das Maß aller Dinge im Mittelgewicht. Dennoch ist er hungrig auf die wenigen Boxer der Gewichtsklasse, die er bisher noch nicht geboxt hat. Die Rede ist von diesen möglichen Gegnern:

1. Saul Canelo Alvarez  (46-1-1,32 Ko’s) Der junge Mexikaner wird schon länger mit GGG in Verbindung gebracht. Sollte er demnächst Amir Khan besiegen, wäre Gennady der logische nächste Gegner, glaubt man amerikanischen Privatfernsehsendern.

2.Billy Joe Saunders (23-0, 12Ko’s) Der englische Publikumsliebling wartet bereits seit seinem Sieg gegen Eubank Jr. geduldig auf seine Chance mit Golovkin das große Geld zu machen. Auch nach dem Sieg über Andy Lee forderte er Golovkin heraus und wartet weiterhin auf diesen Payday.

3. Chris Eubank Jr. ( 22-1,17 Ko’s) Der bereits erwähnte Eubank Jr. ist aktiver als Saunders in letzter Zeit und besiegte neben Spike O’Sullivan und Chudinov zuletzt auch Nick Blackwell. Die Chancen auf einen Rückkampf mit Saunders stehen im Moment scheinbar höher als ein Duell mit GGG, dennoch wäre Eubank mit schnellen Beinen, Explosivität, Nehmerqualitäten und enormen Siegeswillen ausgestattet und würde diesen Kampf mit Garantie annehmen.

4. Daniel Jacobs (31-1,28 Ko’s) Der wohl gefährlichste Mann unter diesen vier Boxern. Mit klaren Siegen über Mora,Truax und zuletzt Peter Quillin hat der Amerikaner gute Chancen auf einen Kampf mit GGG. Jacobs verfügt auch über die technischen Möglichkeiten einen Golovkin ernsthaft zu fordern.

Quelle BOXEN.de geschrieben — 25. April 2016
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Gennady Golovkin / Dominic Wade

Golo vs WadeEs wird scheinbar wieder einmal Zeit, dass Gennady Golvkin (34(31)-0-0) in den Ring steigt um seine Titel zu verteidigen. In Planung und Erwartung der Boxfans war allerdings ein anderer Gegner als der, der Golovkin jetzt herausfordert. Alle Welt wartet auf einen Spitzenfight zwischen Gennady Golvkin und Saul Alvarez um den regulären WBC-Titel. Was die Zuschauer in Inglewood / Kalifornien zu sehen bekommen, ist ein Kampf gegen Dominic Wade (18(12)-0-0), einem 26-jährigen Amerikaner mit offensichtlich gepimptem Kampfrekord.
Wade wurde im März 2009 Profi und absolvierte bis Februar 2011 eine Serie von 11 Aufbaukämpfen gegen die üblichen machbare Gegner. Im Jahr 2012 pausierte er und ab Februar 2013 bis Dezember 2014 folgten weitere 6 Kämpfe gegen Boxer aus dieser Preisklasse. Damit galt er wohl als aufgebaut genug und harrte „höheren Aufgaben“. Der einzige bekannte Kontrahent Wades wurde dann im Juni 2015 der Australier Sam Soliman. Soliman bot eine recht passable Leistung, verlor jedoch nach Punkten. Es gab nicht wenige Stimmen, die das Kampfergebnis (95:94, 93:96 und 97:92) als „klaren Raub“ bezeichneten. Soliman schmunzelte bei der Urteilsverkündung. Ihm war offensichtlich klar, welche Rolle er bei diesem Kampf zu spielen hatte. Soliman ist mittlerweile 42 Jahre alt und der Kampf gegen Wade war nach der vorherigen Niederlage gegen Jermain Taylor und dem Verlust des IBF-Titels sein bisher letzter. Vielleicht sogar der letzte seiner Karriere.
Mit diesem Sieg über einen Gegner, der aufgrund vergangener guter Leistungen in den Rankings der 4 großen Verbände recht gut platziert war, wurde Dominic Wade in allen Ranglisten fahrstuhlmäßig nach oben gehievt. Er hat einen makellosen 18(12)-0-0) Kampfrekord und wird als würdiger Herausforderer Golovkins präsentiert. Aber ist er das wirklich? Man könnte meinen, diese ungeschlagenen Papier-Gegner sind nur bei europäischen Events in Mode. Das man dieses Spiel auch in den USA kennt, beweist diese Kampfansetzung. Auch wenn Wade von Einigen hoch gelobt wird: Verdient hat er diesen WM-Fight nicht.

Wer am Samstag in Inglewood als Favorit in den Ring steigt ist eindeutig: Titelverteidiger Gennady Golovkin. Sollte Wade die ersten 3 Runden dieses Kampfes überstehen, liegt das sicher nicht an der boxerischen Leistung des Herausforderers Wade, sondern am Spieltrieb Golovkins. Vielleicht lässt er sich diesmal etwas länger Zeit, aber zerlegen wird er den Amerikaner auf jeden Fall.
Die Undercard dieser Veranstaltung hält noch einen weiteren guten Kampf bereit: Im Fliegengewicht treten der Nicaraguaner Roman Gonzalez (44(38)-0-0) und McWilliams Arroyo (16(14)-2-0) aus Puerto Rico gegeneinander an. Besonders begrüßenswert ist bei dieser Veranstaltung, dass es auch 2 Frauenkämpfe auf die Card geschafft haben.
Ein Clip vom Wiegen. Hier sind Golovkin (159) und Wade (159,6) im Limit. Das dürfte aber nebenbei auch das Einzige sein, wo der Herausforderer leicht die Nase vorn hat.

Quelle BOXEN.de geschrieben — 23. April 2016
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