„Kronprinzen“ Duell

… endete mit einem Punktsieg für „Prinz Robin“ aus München über den saarländischen Heimboxer „Prinz Jürgen“. Die Punktrichter sahen den SES Boxer mit 116:113, 116:111 und 114:114 vorne. In diesem Kampf ging es im Supermittel um die Inter-Conti Titel der Verbände WBA und WBO.
Für Robin Krasniqi war es der 50. Profikampf seiner Karriere, in dem er unbedingt siegen wollte. Auch Jürgen Doberstein wollte vor heimischem Publikum alles zeigen, was er kann. Dem entsprechend hoch waren die jeweiligen Ansprüche beider Boxer an sich selbst. Man kann durchaus sagen, dass es für deutsche oder auch europäische Verhältnisse einen großen Fight zu sehen gab. In den letzten Runden hielt es die Zuschauer kaum noch auf ihren Plätzen.

Von Beginn an konnte man die größere Routine Krasniqis sehen. Er trieb den „Dobermann“ vor sich her. Böse Zungen würden gar behaupten, der Münchner trieb den Saarländer über weite Strecken des Kampfes in die Flucht. Das wäre natürlich etwas einseitig dargestellt, denn auch Doberstein war zu jeder Zeit in der Lage, Krasniqi abzukontern. Der SES-Boxer gewann einfach ein paar der knappen Runden mehr. Im 11. Durchgang sah es fast nach einer drohenden vorzeitigen Niederlage Dobersteins aus. Er musste heftige Angriffe Krasniqis überstehen, was ihm allerdings auch gelang. In Runde 12 gaben Beide noch einmal Alles und unter diesem Eindruck hätte man vielleicht ein Unentschieden für ein gerechtes Urteil gehalten.

In den Interwievs mit Carolin Blüchel nach diesem aufregenden Kampf zeigte sich Krasniqui voll zufrieden. Doberstein wollte erst einmal noch nicht viel sagen, ohne den Kampf noch einmal am Monitor gesehen und ausgewertet zu haben. Interessant war, dass SES-Chef Steinforth meinte, dieser Kampf habe ein Rematch verdient. Vielleicht sehen wir demnächst tatsächlich Krasniqi vs Doberstein 2.0 in Magdeburg. Der Fight war attraktiv genug um sich auch eine Fortsetzung anzutun.

Den zweiten Hauptkampf der Veranstaltung bestitt WBC-Weltmeisterin Nikki Adler gegen Herausforderin Elene Sikmashvili. Die werte Dame aus Georgien versuchte Alles um einen flüssigen Kampfverlauf durch Klammern und Halten zu verhindern. Ohne selbst großartige Akzente zu setzen, unterband ständig die Aktionen von Adler. Das ist soweit vielleicht keine falsche Taktik, solange man dann selbst etwas für den eigenen Sieg tut. Nikki Adler kam dennoch mit Einzelhänden recht gut durch und konnte ihre Gegnerin Runde um Runde mehr schwächen. In Runde 9 musste Sikmashvili zu Boden. Sie hatte zuvor keine Runde gewonnen und sah wahrscheinlch ein, dass sie auf verlorenem Posten kämpft. Die Herausforderin blieb sitzen und damit war der Kampf vorbei. Also ein KO 9 Sieg für Adler. Für Elene Sikmashvili war es die zweite Niederlage im 10.Kampf. Für die Augsburgerin gab es damit den 15. Sieg im 15. Kampf (9x durch KO).

Etwas getrübt war die Begeisterung für die Zuschauer auf „ranfighting.de“. Der Stream war von schlechtester Qualität. Ein wackeliger Stotterton und ungefähr 2x Bildausfälle pro Runde sind bestimmt nicht das, was man von einem Pay-Stream erwarten kann. Als dann auch noch bei der Urteilsverkündung der Stream zum gefühlt fünfundzwanzigsten mal zusammen brach, war wohl die Enttäuschung am größten. Selbst ein Stream der Seite „Infosport.al“, den ein albanischer Boxfan über seinen Facebook-Account laufen ließ, war von besserer Qualität und durchgängig zu sehen. Hier muss SAT1 sich etwas einfallen lassen, wenn man als Boxsender Nr. 1 wahr- und ernst genommen werden will.

Quelle BOXEN.de reineckefuchs 16. Juli 2016
Boxclub Rosenheim / Bayer / News

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