Ramirez: die Bestimmung

Sauerland-Gilberto Ramirez

Vom Tellerwäscher zum Millionär – der amerikanische Traum ist nirgends noch so gegenwärtig wie im professionellen Boxsport. Bestes Beispiel dafür ist Gilberto Ramirez. Der junge Mexikaner will Weltmeister Arthur Abraham am 9. April in Las Vegas nicht nur dessen Titel abnehmen, sondern sich vor allem einen Namen machen und diesen in Geld und Ruhm ummünzen. Dabei sollte aus Ramirez gar kein Boxer werden: „Meine Eltern haben mich erst zum Baseball, dann zum Basketball gebracht“, so der 24-Jährige aus Mazatlan in der Provinz Sinaloa, „doch für mich war schnell klar, dass es nur einen Sport gibt, den ich gerne ausübe: Boxen!“ Mit 12 Jahren betrat Ramirez zum ersten Mal einen Box-Gym und streifte sich die Handschuhe über.

Aber der Faustkampf musste lange Zeit hintenanstehen. Ramirez: „Meine Familie musste finanziell schwere Zeiten überstehen. Zeitgleich mit dem Boxen fing ich daher an halbtags auf dem Bau zu schuften.“ In der restlichen Zeit ging er, wie seine beiden Geschwister, zur Schule. „Nach der 9. Klasse war aber Schluss für mich und ich konzentrierte mich nur noch aufs Arbeiten und mein liebstes Hobby.“

Boxen war für Ramirez eine prima Abwechslung, um dem harten Alltag zu entfliehen. Von Beginn an trainierte ihn Hector Zapari, der sich noch gut an die Anfänge erinnern konnte: „Wir sahen in Gilberto ein außergewöhnliches Talent und versuchten ihn bestmöglich zu fördern. Eine Zeitlang dachten wir, dass es nichts bringt, da er häufig nicht zum Training erschien und waren sehr wütend auf ihn.“ Eines Tages rückte Ramirez mit der Sprache heraus. Zapari: „Gilberto sagte, dass er sein gesamtes Erspartes für die Schuldentilgung seiner Familie brauchen würde und sich daher den Bus nicht leisten konnte. Der Junge hat einfach ein unheimlich großes Herz.“

Den größten Platz darin hat sein zweijähriger Sohn Braulio Gilberto. Ramirez: „Er ist mein ein und alles.“ Von der Mutter des Kindes lebt er getrennt.

Nun will der Rechtsausleger Geschichte schreiben und als erster Mexikaner den WM-Titel im Super-Mittelgewicht erringen. „Ich bin auf Krieg im Ring eingestellt und werde von der ersten bis zur letzten Sekunde Gas geben“, verspricht Ramirez, „für Volk und Vaterland! Es ist einfach meine Bestimmung Weltmeister zu werden!“ Auf seinem Weg zum Pflichtherausforderer von Arthur Abraham bestritt er bislang 33 Kämpfe – gewann der 24-jährige Hüne (1,89 Meter groß!) alle Fights eindrucksvoll. 24 Mal alleine durch K.o.

Die Pflichtverteidigung von WBO-Weltmeister Arthur Abraham gegen Gilberto Ramirez und das dritte Duell zwischen Superstar Manny Pacquiao und Timothy Bradley am 9. April aus Las Vegas – live und exklusiv am 10. April ab 2.00 Uhr als Pay-Per-View bei www.ranFIGHTING.de und auf Sky Select.

Foto und Quelle: Sauerland Event, BOXEN.de
Boxclub Rosenheim / Bayer / News

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